Engagement beugt Politikverdrossenheit (nicht immer) vor

von OK

Benjamin Höhne: Engagement beugt Politikverdruss (nicht immer) vor: Demokratievertrauen und Parlamentszufriedenheit von aktiven Parteimitgliedern, In: Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl), 49 Jg., H. 4, 2018, S. 919-932. (Doi: 10.5771/0340-1758-2018-4-919)

In der Einstellungs- und Partizipationsforschung wird argumentiert, dass politisches Engagement politischer Verdrossenheit entgegenwirken kann. Jedoch sind die Beziehungen zwischen der Handlungs- und Einstellungsebene kompliziert, v.a. aufgrund von uneinheitlichen Kausalbeziehungen und deren Wirkungsrichtungen sowie multiple Wechselwirkungen. Im Beitrag werden Zusammenhänge politischer Partizipation einerseits und politischer Unterstützung auf der Einstellungsdimension andererseits anhand einer Befragung von aktiven Mitgliedern aller sieben Bundestagsparteien im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 multivariat analysiert. Im Ergebnis zeigt sich u.a., dass links und rechts des politischen Spektrums konventionelles Engagement in einer Partei mit systemkritischen Einstellungen einhergeht und diese damit ein systemadäquates Ventil zu ihrer Artikulation finden.

Der Artikel wurde veröffentlicht in: ZParl, 49. Jg., H.4, 2018, S. 919-932.

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