Projekt über die Kandidatenaufstellung zur Bundestagswahl 2017

Das IParl untersucht in seinem ersten Forschungsprojekt die Kandidatenaufstellung zur Bundestagswahl 2017 in den Bundestagsparteien CDU, CSU, SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP und AfD.

Mithilfe von quantitativen und qualitativen Methoden der empirischen Politikforschung soll herausgefunden werden, wie die Nominierungsverfahren gestaltet sind, wer kandidiert, wer über die Erfolgschance einer Kandidatur entscheidet, welche Kriterien bei den Nominierungen eine Rolle spielen, ob und wie sich die Rekrutierungen zwischen und innerhalb der Parteien unterscheiden.

Bislang wurden aus dem IParl-Projekt folgende Publikationen veröffentlicht: 

2019: Durch das Nadelöhr der Demokratie.

Separate Einzelstudien zu den Kandidatenaufstellungen zur Bundestagswahl 2017, Veröffentlichungen des IParl

Herausgegeben von Suzanne S. Schüttemeyer und Benjamin Höhne.

Unter Mitarbeit von: Danny Schindler, Daniel Hellmann, Anastasia Pyschny, Malte Cordes, Oliver Kannenberg, Pia Berkhoff und Sophie Kopsch.

Die Kandidatenaufstellung der CDU zur Bundestagswahl 2017 (doi.org/10.21247/0416.0011)

Die Kandidatenaufstellung der CSU zur Bundestagswahl 2017 (doi.org/10.21247/0416.0012)

Die Kandidatenaufstellung der SPD zur Bundestagswahl 2017 (doi.org/10.21247/0416.0013)

Die Kandidatenaufstellung der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Bundestagswahl 2017 (doi.org/10.21247/0416.0014)

Die Kandidatenaufstellung der Partei DIE LINKE zur Bundestagswahl 2017 (doi.org/10.21247/0416.0015)

Die Kandidatenaufstellung der FDP zur Bundestagswahl 2017 (doi.org/10.21247/0416.0016)

Die Kandidatenaufstellung der AfD zur Bundestagswahl 2017 (doi.org/10.21247/0416.0017)

2019: Der Landtag: Grundlagen, Binnenorganisation und Abgeordnetenrekrutierung

Der Landtag: Grundlagen, Binnenorganisation und Abgeordnetenrekrutierung, von Benjamin Höhne, in: Roger Stöcker und Maik Reichel (Hrsg.): Sachsen-Anhalt – eine politische Landeskunde, Halle (Saale), S. 141-155.

Benjamin Höhne beleuchtet in diesem Beitrag nicht nur die Funktionsprinzipien des Landesparlamentarismus sowie die Organisation des Landtages, sondern auch die Entwicklung vom Arbeits- zum Redeparlament. Darüber hinaus geht er auf die besondere Policy-Konstellation der Kenia-Regierung, sozio-strukturelle Merkmale der Landtagsabgeordneten und die zukünftige Rekrutierungsproblematik, bedingt durch das Schrumpfen der Parteien, ein.

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis der Landeskunde.

2019: Parteien in Sachsen-Anhalt

Parteien in Sachsen-Anhalt: programmatische Schwerpunkt, Mitgliederentwicklung, organisatorischer Aufbau und interne Willensbildung, von Benjamin Höhne und Anastasia Pyschny, in: Roger Stöcker und Maik Reichel (Hrsg.): Sachsen-Anhalt – eine politische Landeskunde, Halle (Saale), S. 169-187.

Benjamin Höhne und Anastasia Pyschny liefern in ihrem Beitrag einen Einblick in die programmatische Arbeit und den organisatorischen Aufbau der wichtigsten Parteien in Sachsen-Anhalt. In Anbetracht sinkender Mitgliederzahlen und steigender Parteienverdrossenheit stehen die Parteien Sachsen-Anhalts vor dem großen Problem der personellen Regeneration. Hier gilt es neue Konzepte der Parteiarbeit zu etablieren, die perspektivisch auch von anderen ost- und westdeutschen Parteiverbänden adaptiert werden können.

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis der Landeskunde.

2019: Politik ist (k)ein Männergeschäft. böll.brief

böll.brief #11 von Benjamin Höhne

Politik sollte kein Männergeschäft sein – schon gar nicht im Deutschen Bundestag, dem Herz der bundesrepublikanischen Demokratie. Tatsächlich ist Politik aber vielfach ein Männergeschäft. 100 Jahre nach der Einführung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland hat die Debatte um eine paritätische Teilhabe an Fahrt aufgenommen, denn: Frauen sind in Parteien, Parlamenten und Regierungen zu selten vertreten. Warum das so ist, wird in diesem böll.brief anhand der Kandidatenaufstellungen aller sieben Bundestagsparteien analysiert. Dazu werden die Rekrutierungsetappen invers rekonstruiert, d.h. von den Abgeordneten über die Kandidierenden bis hin zu den Parteimitgliedern mit ihrem innerparteilichen Engagement und ihren Auswahlpräferenzen. Zudem werden konkrete Ansatzmöglichkeiten zur Schließung des gender gap empfohlen.

Die Studie finden Sie hier: böll.brief

2019: Zwischen Karriere und Pflichtbewusstsein

Zwischen Karriere und Pflichtbewusstsein - Die Motivation von Zählkandidaten, von Oliver Kannenberg und Daniel Hellmann

Erst die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Angeboten auswählen zu können, macht die Wahl zur Auswahl. Dieser Grundsatz kann als eine basale Anforderung an die demokratische Technik der Personalbereitstellung gesehen werden. Insofern stellt sich u.a. auch die Frage, wie die Parteien es schaffen, Kandidaten für aussichtslose Plätze zu rekrutieren. Welche Motivation die umgangssprachlich als Zähl- oder Füllkandidaten bezeichneten aussichtslos Platzierten antreibt, wird mit qualitativen und quantitativen Ansätzen ausgeleuchtet und eine Typenbildung angeboten.

Den Beitrag finden Sie hier: MIP Zeitschrift für Parteienwissenschaften, 25. Jg., H. 1., 2019, S. 41-50

2018: Engagement beugt Politikverdruss (nicht immer) vor

2018: Engagement beugt Politikverdruss (nicht immer) vor: Demokratievertrauen und Parlamentszufriedenheit von aktiven Parteimitgliedern, von Benjamin Höhne

In der Einstellungs- und Partizipationsforschung wird argumentiert, dass politisches Engagement politischer Verdrossenheit entgegenwirken kann. Jedoch sind die Beziehungen zwischen der Handlungs- und Einstellungsebene kompliziert, v.a. aufgrund von uneinheitlichen Kausalbeziehungen und deren Wirkungsrichtungen sowie multiple Wechselwirkungen. Im Beitrag werden Zusammenhänge politischer Partizipation einerseits und politischer Unterstützung auf der Einstellungsdimension andererseits anhand einer Befragung von aktiven Mitgliedern aller sieben Bundestagsparteien im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 multivariat analysiert. Im Ergebnis zeigt sich u.a., dass links und rechts des politischen Spektrums konventionelles Engagement in einer Partei mit systemkritischen Einstellungen einhergeht und diese damit ein systemadäquates Ventil zu ihrer Artikulation finden.

Den Artikel finden Sie hier: ZParl, 49. Jg., H. 4, 2018, S. 919-932

2017: Wie stellen Parteien ihre Parlamentsbewerber auf?

Wie stellen Parteien ihre Parlamentsbewerber auf? Das Personalmanagement vor der Bundestagswahl 2017, von Benjamin Höhne in: Carsten Koschmieder (Hrsg.): Parteien, Parteiensysteme und politische Orientierungen. Aktuelle Beiträge der Parteienforschung, Wiesbaden, S. 227-253.

Vier Monate vor der kommenden Bundestagswahl geht Benjamin Höhne der Frage nach: "Wie stellen Parteien ihre Parlamentsbewerber auf? Das Personalmanagement vor der Bundestagswahl 2017". In diesen Aufsatz sind erste Ergebnisse eines laufenden IParl-Forschungsprojekts eingegangen. Veröffentlicht wurde der Beitrag in einer Festschrift zu Ehren von Oskar Niedermayer (FU Berlin). Ihr Titel lautet: "Parteien, Parteiensysteme und politische Orientierungen. Aktuelle Beiträge der Parteienforschung". Herausgeber ist Carsten Koschmieder (ebenfalls FU Berlin), der den beim Springer Verlag in Wiesbaden erschienenen Sammelband auf der Abschiedsvorlesung von Herrn Niedermayer Anfang Juli 2017 überreicht hat.

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis der Festschrift.

2017: DIE FREIEN DEMOKRATEN

2017: DIE FREIEN DEMOKRATEN. Comeback der FDP mit neuer Mannschaft, Mit-Mach-Organisation und Mut-Mach-Liberalismus, von Benjamin Höhne und Daniel Hellmann

Benjamin Höhne und Daniel Hellmann analysieren in ihrer Studie zur neuen FDP die Entwicklung der Partei seit der Bundestagswahl 2013, bei der sie erstmalig in ihrer Geschichte den Einzug in den Bundestag verpasst hatte, bis heute. Darin zeigen die Autoren, wie sich die Partei seit dem elektoral, personell, programmatisch und organisatorisch neu aufgestellt hat. Sie stellen fest, dass die FDP ihre letzten Wahlerfolge entschiedenen Reformschritten zu verdanken hat. Der Wiedereinzug der Freien Demokraten in den Bundestag scheint ausgemacht. Allerdings sollte die FDP das Happy End auf der Oppositionsbank feiern, damit sie ihren beschädigten Markenkern weiter regenerieren kann. Die Studie wurde bei der Konrad-Adenauer-Stiftung im Auftrag der Hauptabteilung "Politik und Beratung" veröffentlicht.

Die Studie können Sie direkt bei der Konrad-Adenauer-Stiftung herunterladen: http://www.kas.de/wf/de/33.49625/